Notarkosten beim Immobilienkauf: Wie hoch & Wer muss zahlen?

Beim Kauf oder Verkauf von Grundstücken und Immobilien sind ausschließlich notariell beurkundete Kaufverträge rechtskräftig. Das macht den Einbezug eines amtlichen Notars unerlässlich und absolut erforderlich. Der Notar übernimmt während des Kaufprozesses verschiedene Aufgaben und sorgt dabei für einen reibungslosen Ablauf. Doch wer zahlt die Notarkosten beim Immobilienkauf und wer kann sie bei seiner Kalkulation weitgehend vernachlässigen? Der nachfolgende Artikel zeigt eine Übersicht darüber, welche Aufgaben ein Notar grundsätzlich übernimmt und wie hoch die Notarkosten beim Immobilienkauf dafür ausfallen.

Notarkosten beim Immobilienkauf: Wie hoch & wer muss zahlen?
Die Einschaltung eines amtlichen Notars ist beim Immobilienverkauf verpflichtend. Die Kosten dafür trägt in aller Regel der Käufer.

► Beim Hauskauf- oder Verkauf ist der Einbezug eines amtlichen Notars grundsätzlich verpflichtend. Die Notarkosten dafür trägt im Regelfall der Käufer. Die Höhe der Notarkosten hängt dabei aber immer vom jeweiligen Kaufpreis ab. Je höher der Kaufpreis, desto höher sind grundsätzlich auch die Notarkosten beim Immobilienkauf.

Diese Aufgaben übernimmt der Notar beim Hausverkauf

Jeder Kaufvertrag über den Kauf/Verkauf eines Grundstückes oder einer Immobilie muss notariell beurkundet werden. Der Gesetzgeber gibt für die Inhalte eines solchen Vertrages allerdings keine Richtlinien vor, einzelne Kriterien muss ein notarieller Kaufvertrag jedoch trotzdem erfüllen. Der Notar ist grundsätzlich dafür verantwortlich, dass der Verkaufsablauf während der gesamten Zeit korrekt abläuft. Dazu gehört unter anderem die Vermittlung beider Parteien. Wenn du wissen willst, wie die Eigentumsüberschreibung einer Immobilie genau abläuft, klicke hier. So stellt der Notar sicher, dass der Kaufvertrag im Interesse beider Vertragsparteien abgewickelt wird. Weitere Aufgaben des Notars sind dabei:

  • Beratung und Vertragsentwurf
  • Beurkundung und Vollzug
  • Verwaltung und Überwachung der Zahlungen
  • Veranlassung der Grundbucheintragungen
  • Behördliche Genehmigungen einholen

Die Käufer suchen im Regelfall selbst einen Notar aus. Handelt es sich jedoch um einen Neubau eines Bauträgers, kümmert sich der jeweilige Bauträger um einen Notar.

Notarkosten beim Immobilienkauf im Überblick

Die Notarkosten beim Immobilienkauf belaufen sich auf bis zu ca. 2% des Kaufpreises. Davon entfallen ca. 1,5% auf den Notar und ca. 0,5% auf die Gerichtskosten des Grundbuchamtes für die erforderlichen Eintragungen im Grundbuch. Die Notarkosten sind dabei abhängig vom jeweiligen Kaufpreis des Grundstücks bzw. der Immobilie. Für die genaue Kostenberechnung stehen dem Notar festgelegte Gebührentabellen zur Verfügung. Je nach Anzahl der Vorgänge, können sie dabei das Vielfache der normalen Gebührensätze verlangen.

Beispiel: Notarkosten beim Immobilienkauf nach Gebührentabelle

Bei 4-fachen Gebührensatz ergeben sich für den Käufer folgende Notar- und Grundbuchkosten:

Kaufpreis Immobilie1-facher Satz4-facher SatzZzgl. USt.Gesamtkosten
50.000 Euro165 Euro660 Euro125,40 Euro785,40 Euro
100.000 Euro
273 Euro1.092 Euro207,48 Euro1.299,48 Euro
150.000 Euro354 Euro1.416 Euro269,04 Euro1.685,04 Euro
200.000 Euro435 Euro1.740 Euro330,60 Euro2.070,60 Euro
300.000 Euro635 Euro2.540 Euro482,60 Euro3.022,60 Euro
500.000 Euro935 Euro3.740 Euro710,60 Euro4.450,60 Euro

► Die Notar- und Grundbuchkosten betragen bei einem Verkaufspreis von beispielsweise 300.000 Euro und einen 4-fachen Gebührensatz 3.022,60 Euro. Das macht einen prozentualen Anteil von ca. 1% des Kaufpreises. Oft wird aber auch ein 5-facher Gebührensatz kalkuliert, was die Notarkosten beim Immobilienkauf noch weiter ansteigen lässt.

Wer zahlt die Notarkosten beim Immobilienkauf?

Den Großteil der Notarkosten beim Immobilienkauf trägt der Käufer selbst. Werden spezielle Änderungen im Grundbuch vorgenommen, muss für diese Zusatzkosten im Regelfall jedoch der Verkäufer aufkommen. Der Gesetzgeber sieht grundsätzlich beide Vertragsparteien als Kostenschuldner. Es haften also sowohl Käufer als auch Verkäufer für das Begleichen der Notarkosten beim Immobilienkauf. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Käufers, kann es auch durchaus passieren, dass der Verkäufer die Notarkosten tragen muss. Käufer und Verkäufer sollten die Verteilung der Kosten deshalb bereits vor dem Vertragsabschluss regeln, damit am Ende keine Kosten unbestimmt bleiben.

Was dich auch interessieren könnte...

ERFOLG MIT WOHNIMMOBILIEN 2.0 – SO WERDEN SIE IN 6 MONATEN PRIVATER IMMOBILIENINVESTOR

Thomas Knedel, ausgewiesener Profi in Sachen Immobilien, zeigt ungewöhnliche Wege auf, wie Du u.a.

  • durch Immobilien finanziell frei wirst und ein passives Einkommen generierst.
  • Vermögen langfristig und sicher in Immobilien investierst.
  • mit individuellen Strategien Immobilien auch in angespannten Märkten und abseits der großen Immobilien Portale erwirbst.

Das System Immobilie ist ein weiteres Buch von Thomas Knedel, welches alle wichtigen Themen hinsichtlich Immobilien-Investments vereint.

Dabei teilt er das Know-How, die Erfahrung und die Praxis von 20 weiteren Immobilien-Investoren, wie z.B. Gerald Hörhan (“Investmentpunk”), Andreas Sell (der reichste Hausmeister Deutschlands), Diana Herein (auch spät anfangen lohnt sich!), Stephan Steup (“Cashflow-Junkie”), Pauls Misar (Entrepreneur und Investor seit 25 Jahren) und Waldemar Merkel (Junginvestor).

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen